Stress im Studium - Wie kann ich mir selber helfen?

 

Leistungsdruck und die Zahl der psychischen Erkrankungen nehmen stetig zu und führen manchmal sogar dazu, dass die Betroffenen ihren Beruf über längere Zeit  nicht mehr ausüben können oder - im schlimmsten Fall - sogar berufsunfähig werden. Mittlerweile ist diese Entwicklung auch an den Universitäten und Hochschulen angekommen. Viele Studenten fühlen sich überfordert, leiden unter Prüfungsangst, haben Schwierigkeiten mit dem hohen Zeitdruck umzugehen oder machen sich große Sorgen darüber, ob sie später auch eine passende Stelle finden werden. 

 

Aber auch wenn die Anforderungen hoch sind und in Zeiten von Bachelor und Master nur noch wenig vom "lustigen" Studentenleben übrig ist, gibt es viel, was jede(r) Einzelne selber für sich tun kann. Hier ein paar Anregungen:

 

 

Erst mal zu den Basics

 

Ja, gesund essen, ausreichend schlafen und sich regelmäßig bewegen hilft tatsächlich. Uncooool? Vielleicht, aber effektiv! Körper und Geist sind (zumindest bei den meisten von uns...) immer noch eine Einheit, die am besten funktioniert, wenn sie angemessen versorgt und gefordert wird. Wir sind ausgeglichener, belastbarer und können uns besser konzentrieren. Dabei muss man weder Veganer werden, noch einen Marathon laufen. Hin und wieder selber kochen, einen Apfel essen oder mit dem Fahrrad einen kleinen Umweg fahren macht manchmal schon den kleinen, aber sehr feinen Unterschied.

Rituale und Routinen

 

Alles was wir regelmäßig und nach einem bestimmten Ablauf machen, müssen wir uns nicht dauernd überlegen. Damit bleibt Kapazität und Energie frei für Wichtigeres. Abgesehen davon LIEBT es unser Körper, wenn er sich auf ein paar Dinge verlassen kann.

 

Entspannungstechniken

 

Das Angebot ist vielfältig: Yoga, Tai-Chi, Quigong, Achtsamkeitsübungen, autogenes Training oder einfach mal in Ruhe ein gutes Buch lesen. Es ist völlig egal, wofür man sich entscheidet, Hauptsache es macht Spaß und hilft dabei, herunterzufahren und den Kopf freizubekommen.

 

Zeitplanung

 

Wer sich gut organisieren kann, Wichtiges von Dringendem zu unterscheiden weiß und für sich klare Prioritäten setzt, ist eindeutig im Vorteil. Man behält nicht nur den Überblick, sondern kann sich auch ganz bewusst Pausen einplanen und so Freiräume für Erholung und die angenehmen Dinge des Lebens schaffen. Alles was es braucht, ist etwas Disziplin und Übung. Also nicht gleich aufgeben und die kleinen Fortschritte feiern!

 

Vergleichen macht unglücklich

 

Nicht jeder kann die Nacht durchfeiern und trotzdem gute Noten schreiben. Und nicht jeder, der von sich behauptet, er hätte mit Statistik, der xten Prüfungen in einer Woche oder dem übervollen Hörsaal üüüüberhaupt kein Problem, erzählt immer ganz die Wahrheit. Bei allem mithalten zu wollen, kann viel unnötigen Stress auslösen. Menschen sind sehr unterschiedlich. Deshalb ist es besser, man bleibt schön bei sich und konzentriert sich darauf, WER oder WAS einem selber wichtig gut tut. 

 

Wer trotz allem unter Dauerstress leidet, nicht mehr schlafen kann oder immer wieder von Sorgen und Ängsten geplagt wird, darf darüber nachdenken, sich professionelle Unterstützung zu holen. Vielleicht reichen schon ein paar gute Impulse von außen und nicht nur das Studium, sondern das ganze Leben macht wieder mehr Spaß.

 

 

© Susanne Stibi