Was ist eigentlich . . . lösungsfokussierte Kurzzeittherapie

 

Die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie oder auch Solution Fokused Brief Therapy wurde in den 80er Jahren von dem Psychotherapeuten Steve de Shazer und seiner Ehefrau und Kollegin Insoo Kim Berg entwickelt. Die beiden Therapeuten vertraten den Standpunkt, dass es wenig zielführend ist, sich in der Beratung ausführlich mit dem Problem und seinen Ursachen zu beschäftigen. Dies würde nur dazu führen, dass sich der Klient immer mehr mit seinem Problem und nicht mit möglichen Ursachen beschäftigen würde. "Problem talk creates Problems, solution talk creates Solutions!"

 

Statt dessen lenkten die beiden den Gesprächsfokus auf die Wünsche und Ziele ihrer Klienten und beschäftigten sich ausführlich mit deren Ressourcen und den Ausnahmen vom Problem. Es ging also darum, herauszufinden, was gut funktioniert und dies herauszuheben und zu verstärken. Dabei wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass alle Beteiligten ein Interesse an einer guten Entwicklung haben und das Veränderungen häufig langsam und in kleinen Schritten stattfinden. 

 

Folgende drei Grundprinzipien sind bezeichnend für die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie:

 

"Was funktioniert, muss nicht repariert werden!"

"Mache mehr von dem, was gut funktioniert!"

"Wenn etwas trotz vieler Bemühungen nicht funktioniert, hör auf damit und versuch was Neues!"