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Was erfolgreiche Teams auszeichnet

 

 

Von Teams wird viel erwartet. Sie sollen effizient sein, Herausforderungen meistern, möglichst gut zusammenarbeiten und vieles mehr. Oft gelingt das sehr gut, manche Teams stoßen aber schon nach kurzer Zeit an ihre Grenzen.

 

Was also macht Teams erfolgreich? Hier einige wesentliche Faktoren, die Vorgesetzte und Leiter von Arbeits- und Projektgruppen bereits zu Beginn der Zusammenarbeit berücksichtigen sollten:

 

Gemeinsam oder einzeln?

 

Die erste Frage, die sich jede Führungskraft stellen sollte, lautet: „Braucht es für diese Aufgabe wirklich ein ganzes Team? So gibt es durchaus Themen, die einzeln – zumindest zunächst - besser lösbar sind.

 

So konnte man z.B. beobachten, dass Brainstorming in der Gruppe nicht immer zu den besten Ergebnissen führt. Es stärkt zwar den Teamgeist und die Zusammengehörigkeit, aber Einflussfaktoren, wie soziale Erwünschtheit, Gruppendruck, unterschiedliche Persönlichkeiten, Temperamente etc. können die Inspiration Einzelner und damit auch das Gesamtergebnis negativ beeinflussen. Hier wäre es besser, jedes Teammitglied beschäftigte sich zunächst alleine mit der Fragestellung und teilt die Ergebnisse später in der Gruppe.

 

Wie groß sollten Teams sein?

 

Hier hat sich in der Praxis deutlich gezeigt, dass Teams ab einer bestimmten Größe an Effizienz verlieren. Am besten arbeiten 5 bis maximal 10 Leute zusammen. So können sich die Mitglieder gut kennenlernen, Stärken und Schwächen treffend einschätzen und Vertrauen zueinander aufbauen. Erfordert die Aufgabe deutlich mehr Akteure, sollten unbedingt Untergruppen mit klar definierten Teilaufgaben gebildet werden.  

 

 

Vielfalt oder Gleichklang?

 

Hier lässt sich eindeutig festhalten: Je vielschichtiger eine Aufgabenstellung, desto bunter darf die Teamzusammensetzung sein. Unterschiedliche Persönlichkeiten, Geschlechter, Erfahrungen, Perspektiven, Schwerpunkte usw. weiten das Blickfeld und führen zu einer größeren Lösungs- und Ergebnisvielfalt.

 

Besonders der Faktor Persönlichkeit sollte hinter der fachlichen Eignung nicht zurücktreten. Eigenschaften, wie Verträglichkeit, Humor, Offenheit für neue Erfahrungen, Verlässlichkeit  und die Fähigkeit, sich auf andere einzustellen und angemessen reagieren zu können, sind für den Zusammenhalt und die Effizienz eines Teams von unschätzbarem Wert.

 

Da wir aber gerne die Nähe zu Menschen suchen, die uns ähnlich sind – getreu dem Motto „Gleich und gleich gesellt sich gern“, führt diese Diversität auch zu mehr Konflikten. Die Abstimmung und die Auseinandersetzung mit anderen Sichtweisen und Perspektiven ist häufig anstrengend und anspruchsvoll. Wenn die Teammitglieder aber verstehen, wie wichtig dieser Aspekt ist, sind die meisten gerne bereit diese „Extrameile“ zu gehen.

 

 

Rollenverteilung im Team

 

Neben die offiziellen Rollenbeschreibungen, wie z.B. ProjektleiterIn, AssistentIn oder EDV-Fachmann übernehmen Mitarbeiter auch informelle Rollen. So gibt es vielleicht jemanden, der in Konflikten gut vermitteln kann, jemanden, der Budget und Zeitplan im Blick hat, oder auch jemanden, der sofort bemerkt, wenn sich Missstimmung im Team breit macht.

 

Jede dieser Rollen ist wichtig! Je transparenter und akzeptierter sie sind ist, umso mehr kann jeder Einzelne und die Gruppe als Gesamtes profitieren.

 

 

Jeder Beitrag zählt

 

Je besser man sich kennt, und einschätzen kann, umso flexibler können persönliche Stärken und Eigenschaften eingesetzt werden. Dazu braucht es den regelmäßigen Kontakt und Austausch. So können gemeinsame Ziele immer wieder reflektiert und Fortschritte anerkannt werden.

 

Dabei ist es besonders wichtig, dass jedes Teammitglied genau versteht, welchen Beitrag er oder sie konkret leisten kann. Das fördert Motivation sowie Identifikation mit Team und Aufgabe.

 

Wenn aber jemand glaubt, sein Zutun wäre nicht so wichtig, oder die anderen würden das schon übernehmen, gehen Motivation und Leistung zurück. Ein guter Grund möglichst optimale Rahmenbedingungen für die Abstimmung im Team zu schaffen.

 

 

Offene Kommunikationskultur

 

In gut funktionierenden Teams gibt es eine sogenannte „partizipative Sicherheit“. Damit ist gemeint, dass man sicher sein kann, im Team akzeptiert zu bleiben, auch wenn man etwas Ungewöhnliches vorschlägt, Kritik übt oder gar Fehler macht. Je strenger die Hierarchie, umso wichtiger ist solche Gesprächskultur.